Wir haben zwei Apfelbäume im Garten. Zwei.
Das klang im Sommer noch nach: „Ach, wie schön, ein bisschen eigenes Obst.“
Heute weiß ich: Das war eine Fehleinschätzung.
Anfang September fielen die ersten Äpfel und die Freude war groß. Die Kinder haben die ersten Äpfel geerntet, wir haben sie probiert – knackig, saftig, richtig lecker. Aus den ersten Äpfeln wurde Apfelmus, ein Apfelkuchen und überhaupt war das schön! Kleine Ernte, große Freude
Und dann kamen mehr.
Und mehr.
Und noch mehr.
Plötzlich hieß es nicht mehr:
„Oh, wir haben Äpfel!“
Sondern eher:
„Ich glaub wir haben ein Apfelproblem.“
Äpfel so weit das Auge reicht.



Ich habe in den letzten Wochen vermutlich mehr Äpfel geschält, entkernt und kleingeschnitten als in meinem gesamten bisherigen Leben. Meine Küche hat sich zeitweise in eine Apfelverarbeitungsstation verwandelt.
Man könnte fast sagen, ich habe mich richtig in die Sache verbissen. 🙂
Denn die Äpfel wurden verarbeitet zu allem was mir so einfiel:
🍎 Verschiedenste Apfelkuchen
🍎 Apfelstrudel
🍎 Apfelringe
🍎 Apfelpfannkuchen
🍎 Apfel-Chutney
🍎 Apfelmarmelade
🍎 Apfelmus
🍎 Apfel-Zimtschnecken
🍎 Apfelrotkohl
🍎 Apfel-Karotten-Salat
🍎 Apfel-Walnuss-Granola
🍎 klein geschnittene Äpfel für die Tiefkühltruhe




Und natürlich wurden unzählige Äpfel einfach so gegessen.
Am Baum hängen immer noch Äpfel.
Viele.
Sehr viele.
Und auch unsere Nachbarn winken dankend ab, wenn ich frage, ob sie Äpfel möchten. Sie haben selbst so viele. Hier scheint überhaupt ein ausgesprochen gutes Apfeljahr zu sein. Überall sieht man Schubkarren, Körbe und Kisten voller Äpfel.
Ich habe inzwischen so viele Äpfel verarbeitet, dass ich mich ernsthaft frage, ob ich noch in einem schwedischen Haus wohne oder bereits eine mittelständische Apfelmanufaktur betreibe.
Und trotzdem muss ich sagen: Ich liebe es.
Ja, natürlich ist es Arbeit. Es kostet Zeit, die Äpfel zu pflücken, zu sortieren, zu schälen, zu schnippeln und zu verarbeiten. Aber genau dafür habe ich hier gerade auch Zeit. Und irgendwie fühlt es sich wunderbar an, aus etwas, das einfach im Garten wächst, Vorräte für den Winter zu machen.
Da hängen noch viele, viele Kilos und warten geduldig darauf, dass ich mir überlege, was man damit noch machen könnte.
Also sagt doch mal: Was macht ihr mit Äpfeln?
Was sind eure besten, liebsten, verrücktesten Apfelrezepte?
Ich bin für alles offen.



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wir hatten früher auch einen großen Apfelbaum im Garten ( der musste wegen einer Baumkrankheit vor ein paar Jahren gefällt werden) Wir kinnten die Äpfel bei einer Annahmestelle einer Kelterei abgeben und die Äpfel würden mit anderen Äpfeln zu Apfelsaft verarbeitet und wir bekamen Gutscheine zum vergünstigten Kauf von Apfelsaft. Dieser war zwar teuer wie Bioapfelsaft von Aldi,aber so hatten wir Saft mit unseren Äpfeln drin. Vielleicht gibt’s sowas ja auch bei Euch in der Nähe. Liebe Grüße Christian